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DIY: Die Lust auf Selbstgemachtes

Überall wird geschraubt, gewerkelt, genäht, gestrickt. Die Do-it-yourself-Welle reißt die Deutschen schon seit einigen Jahren mit. Hast Du auch Lust, Dinge selber zu machen, aber keine Ideen und vor allem keine Motivation, das alleine zu tun? Dann bist Du in den überall aus dem Boden sprießenden Näh- und Repair-Cafés, in DIY-Werkstätten und FabLabs in bester Gesellschaft.


 
Wo finde ich Ideen?

Dir kribbelt es in den Fingern, aber die Ideen wollen nicht so richtig fließen? Eine tolle Quelle für Inspiration ist die App Pinterest. Da kannst Du nach tollen DIY- und Handwerks-Projekten suchen, und sie an Deine virtuelle Pinnwand pinnen. So gehen sie nicht verloren und Du kannst immer mal wieder in Deinen Pins stöbern. Auf den Portalen Etsy oder Dawanda kannst Du außerdem bei denen schauen, die ihre DIY-Projekte schon ein bisschen professionalisiert haben, und Dich inspirieren lassen.

Aber nicht nur online kannst Du Ideen finden: Es gibt auch zahlreiche DIY-Bücher und Magazine wie beispielsweise CUT – Kleider Leute machen Kleider

 
Wo finde ich Hilfe bei der Umsetzung?

Ob Möbel-Baupläne, Schnittmuster oder die richtige Mischung zum Betongießen: Wenn Du weißt, was Du machen möchtest, findest Du im Netz jede Menge Blogs und Tutorials mit einfachen Step-by-Step-Anleitungen.

Vielleicht kennst Du Dich handwerklich nicht gut genug aus, um Deine Idee umzusetzen, und hast auch nicht das richtige Werkzeug – schließlich will man sich nicht gleich eine Nähmaschine, einen Lötkolben oder eine Metallsäge zulegen, wenn man sie nur hin und wieder mal braucht.

Kein Problem! In vielen Städten gibt es genau aus diesem Grund DIY- und Näh-Cafés und offene Werkstätten. In die kannst Du gehen, wenn Du noch nicht viel mehr als eine Idee und ein bisschen Material beisammen hast. Gegen eine geringe Gebühr kannst Du da alle Werkzeuge nutzen und Dir vor allem auch von den Leuten, die dort arbeiten, oder von anderen Bastlern zeigen lassen, wie die Tools funktionieren. Gemeinsam mit anderen kannst Du dort auch austüfteln, wie Du Deine Idee am besten umsetzt. Und noch ein Plus: Du hast viel Platz zum Arbeiten und hältst Deine eigene Bude frei von Staub, Schnipseln und Spänen.

Hier findest Du offene Werkstätten in Deiner Nähe

 

 

Häufig bieten DIY-Werkstätten auch Workshops an. Da kannst Du dann lernen, wie man eine Lampe aus Beton gießt, Papier schöpft, Bücher bindet oder einen Stuhl baut. Und das Schöne ist: Man geht am Ende des Tages gleich mit dem fertigen Objekt nach Hause und hat das wohlige Gefühl etwas geschafft zu haben.

Wenn Du eher der Tekkie bist und in dieser Richtung mehr Knowhow sammeln willst: In sogenannten „FabLabs“ trifft sich überall in Deutschland die Maker-Szene, um mit neuen Techniken zu tüfteln, Bauteile mit 3D-Druckern zu drucken, mit Open-Source-Bausätzen zu experimentieren oder gemeinsam zu programmieren.

Hier ist eine Liste mit den FabLabs in Deutschland

Neben Raum, Knowhow und Werkzeugen, gibt es in den meisten Werkstätten und Labs auch Kaffee, Kuchen und kleine Mahlzeiten. In der Atmosphäre macht das Ganze dann gleich viel mehr Laune. Man hilft sich, entwickelt und probiert gemeinsam und lernt jede Menge über das Handwerk und vor allem auch neue Leute kennen.

 

 
Reparieren spart Geld und beschert Dir ein gutes Gefühl

Wenn Deine Nähmaschine den Geist aufgegeben hat, Dein Fahrrad nicht mehr so recht schalten will oder das Küchenradio, das Dir Dein Opi vermacht hat, keinen Sender mehr findet, musst Du Dich nicht davon trennen.

Für solche Fälle gibt es Repair-Cafés. Da treffen Menschen mit kaputten Dingen auf leidenschaftliche Tüftler, die in ihrer Freizeit gerne schrauben, bohren, löten. Das kostet Dich nichts, da die Helfer das ehrenamtlich machen – Ihr spendet beide lediglich Eure Zeit. Je nachdem wie Deine eigene Motivation ist, versuchen sie, was defekt ist, für Dich zu reparieren, oder sie zeigen Dir, wie es geht und Du versuchst es selbst. Du kannst auf jeden Fall eine Menge lernen, und wenn Du nichts mehr zu reparieren, aber Freude am Werkeln gefunden hast, kannst Du mit Deinen neuen Skills auch anderen helfen.

Wenn das Radio erst wieder funktioniert oder die Nähmaschine wieder rattert, wird es Dich umso mehr freuen, dass Du das selbst wieder zum Laufen gebracht hast. Außerdem weiß man nach dem Reparieren auch den Wert von Gegenständen und Geräten wieder zu schätzen. Man wirft Dinge nicht mehr so leicht weg, sondern man versucht sie zu erhalten – was super nachhaltig ist. Die Tatsache, dass Du etwas vor der Mülltonne bewahrt hast und damit Dir selbst, der Umwelt und Deinem Geldbeutel etwas Gutes getan hast, motiviert total, das in Zukunft öfter zu tun.

Hier kannst Du ein Repair-Café in Deiner Nähe finden:

http://repaircafe.org/de/besuchen/

http://anstiftung.de/selbermachen/reparatur-initiativen/termine

 

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