#WIREINANDER

„Viel hilft viel“ und andere Sportmythen

Das ganze Jahr drückt man sich vorm Sport und kaum ist der Sommer in Sicht, überwindet man sich die Sporttasche zu packen, trainiert bis es weh tut, beißt die Zähne zusammen und isst abends nur noch Salat. Dann wird das Hüftgold schon schmelzen. Stop! So wird das nichts. Wir räumen mit ein paar Sportmythen auf, zeigen Euch, wie Ihr effektiv trainiert und den Spaß am Sport nicht gleich wieder verliert:

runner sunrise

Nur harter Sport ist guter Sport?

Sport ist gesund, Bewegung tut gut. Aber das richtige Maß ist entscheidend. Viele glauben, je größer der Muskelkater ist, desto effektiver war das Training. Das ist aber Quatsch. Der Kater im Muskelkater kommt nicht von dem schnurrenden Tierchen sondern von dem Wort „Katarrh“, was soviel bedeutet wie Schnupfen oder Erkältung. Wenn Ihr zu stark trainiert oder ungewohnte Übungen macht, kränkeln Eure Muskeln. Durch die ungewohnte Belastung entstehen winzige Risse und Verletzungen im Bindegewebe des Muskels und das schmerzt natürlich ein paar Tage bis die Fasern wieder gekittet sind.

Fit man having muscle pain

Muskelkater? Einfach wegtrainieren!

Sind die Bindegewebsfasern erst einmal angegriffen, braucht der Körper Zeit, sie zu reparieren. Jetzt heißt es: abwarten, bis das elende Ziehen weniger wird. Wer jetzt gleich wieder in die Vollen geht, riskiert nur schlimmeren Muskelkater. Also: Wer seine untrainierten Muskeln mehr als nur wach gekitzelt hat, sollte ihnen danach auch die nötige Pause gönnen.

Mia und Lars haben sich ein paar Halbwahrheiten, die unter Hobby-Sportlern kursieren, mal genauer angesehen:

Vor dem Sport ist Dehnen angesagt!

Dehnen macht die Muskeln für den Sport warm und geschmeidig. Das stimmt so nicht. Dehn- und Stretchübungen vor dem Sport sind gar nicht so gut, wie wir immer dachten. Wenn Ihr noch nicht aufgewärmt seid, dehnt Ihr die Muskeln schnell mal ein Stück zu weit und – zack – ist der Muskelkater vorprogrammiert.

Besser ist es, mit leichten Aufwärmübungen die Muskeln zu lockern und die Durchblutung anzukurbeln. Dann kann beim eigentlichen Sport fast nichts mehr schief gehen. Bevor Ihr die Trainingsschuhe wieder auszieht, ist der richtige Zeitpunkt um Euch zu dehnen. Dann hat es auch den gewünschten Effekt, nämlich die Muskeln zu entkrampfen.

Backlighting of a woman stretching

Viel hilft viel?

Der beste Sport ist der regelmäßige. Am besten ist es das Training langsam zu beginnen und es stufenweise zu steigern. Vielleicht macht Ihr Euch sogar einen Plan, was Euer Wochenpensum sein könnte und wie Ihr das Schritt für Schritt steigern wollt.

Wichtig ist es, auch Pausen einzuplanen, also Euch z.B. nach drei Tagen Sport einen Tag Ruhe zu gönnen. Wenn Ihr das vergesst, wird Euer Körper meckern. Sobald Ihr Euch schlapp fühlt, kann das ein Warnzeichen für Übertraining sein. Aber nicht zu lange warten, bis Ihr wieder ins Training startet! Sonst ist der innere Schweinehund wieder äußerst schwer zu überwinden...

Dr. Johannes weiß, wie viel Training gut für uns ist:

Kampf den Problemzonen!

Leider, leider, leider könnt Ihr dem Speck an Hüften und Bauch nicht gezielt den Kampf ansagen. Wo der Körper Fett ansetzt, ist leider genetisch bestimmt. Wenn Ihr Sport macht, verbrennt Ihr überall Fett. Woher soll der Körper auch wissen, wo Ihr Fett verlieren wollt?! Durch gezieltes Training bestimmter Körperregionen könnt Ihr aber dafür sorgen, dass diese besonders gestärkt und so mit der Zeit straffer werden.

Wenn Ihr abnehmen wollt, werdet Ihr es mit Sport alleine schwer haben. Damit sich schnelle Erfolge einstellen, die Euch motivieren dranzubleiben, könnt Ihr auch an Eurer Ernährung das ein oder andere verbessern. Aber auch hier gilt: Kurze Diäten schaffen vielleicht schnellen Erfolg, aber der verfliegt auch genau so schnell wieder, wenn Ihr in alte Muster verfallt. Versucht also, Eure Ernährung so umzustellen und Euer Sportverhalten so einzutakten, dass Ihr auch langfristig Freude daran habt.

Siehe auch:

Keine Kommentare vorhanden
Dein Kommentar