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Sport vor dem Screen: Wie effektiv ist das Workout zuhause?

Du schaffst es nicht jede Woche zu Deinem Sportkurs? Eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio ist Dir zu teuer? Vielleicht ist ein Online-Fitnessstudio genau Dein Ding. Wir wägen Vor- und Nachteile ab.

 

Woman practicing yoga at home

 

Kein geregelter Tagesablauf, viel unterwegs – da kann man nicht immer mittwochs um 18.30 Uhr zum Yoga gehen. Immer mehr Online-Fitness-Portale reagieren auf unser Bedürfnis nach Flexibilität und bieten Video-Workouts und Online-Trainingsprogramme an. Gegen eine monatliche Gebühr hat man mit dem Laptop oder Tablet – WLAN vorausgesetzt – Zugang zur Plattform und kann wann und wo man will mit dem Trainer auf dem Screen Fitnessübungen machen.

Das sind die Vorteile des Online-Workouts

Lange Vertragslaufzeiten und hohe monatliche Kosten halten Viele davon ab, einen Vertrag im Fitness-Studio abzuschließen. Im Studio bist Du schnell mal um die 50 Euro pro Monat los und musst Dich ein bis zwei Jahre lang binden. Online-Fitness-Portale wie „NewMoove“, „Gymondo“ oder „Fitnessraum“ kosten je nach Anbieter zwischen drei und neun Euro pro Monat, wenn Du ein halbes beziehungsweise ganzes Jahr abschließt. Bei den meisten Anbietern kannst Du eine kostenlose Probewoche machen und ausprobieren, ob Dir das überhaupt liegt. So bekommst Du auch einen guten Einblick in die ganze Kurs-Palette.

Denn gerade bei der Angebotsvielfalt unterschieden sich die Online-Studios voneinander. Manche bieten mehrere Hundert Kurse an – da ist dann alles dabei von Pilates und Yoga über Step Aerobic, Bauch-Beine-Po-Training bis hin zu neueren Sport-Trends wie Tabata und Zumba. Im Vergleich zu öden Fitness-DVDs bieten diese Portale viel Abwechslung, und es kommen am laufenden Band neue Kurse und Spezialprogramme hinzu. Also langweilig wird Dir damit nicht.

 

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Das Tolle an Online-Fitnessstudios ist, dass Du Dir – wie im richtigen Fitnessstudio auch – einen Trainingsplan erstellen kannst, der genau auf Deine Bedürfnisse und Dein Können hin zugeschnitten ist. Ob Du Anfänger oder Profi bist, abnehmen, Muskeln aufbauen oder Dein Herz trainieren möchtest, Lust auf kurze oder lange Trainingseinheiten hast: Deinen Trainingsplan kannst Du total individuell gestalten und immer wieder anpassen. Wenn Du das nicht unbedingt brauchst, kannst Du natürlich auch einen der vielen kostenlosen Fitness-Channels auf Youtube nutzen. Aber Vorsicht: Bei YouTube kann sich jeder „Fitnesstrainer“ nennen und Videos einstellen. Es gibt keine Prüfung, ob die Vorturner fachlich ausgebildet sind und die Übungen auch korrekt ausführen. Deshalb solltest Du immer darauf achten, wer der Anbieter der Videos ist, und ob es sich wirklich um einen ausgebildeten Trainer und ein seriöses Programm handelt.

Kennst Du schon die Youtube-Playlist „We make you tough!“? Das ist ein kostenloses Trainingsprogramm, das die TK gemeinsam mit dem Personal Trainer Marc Rohde entwickelt hat. Begleitend zu den Videos gibt es auch Trainingspläne und Ernährungsempfehlungen zum Download, mit denen Du Dich für Hindernisläufe wie den „Urbanathlon“ oder „Tough Mudder“ fit machen kannst.

Ob kostenfrei bei Youtube oder gegen geringe Gebühren innerhalb eines Online-Fitness-Abos: Der große Vorteil von diesen Video-Workouts ist, dass sie von überall aus und zu jeder Zeit abrufbar sind. So kannst Du Sport total einfach in Deinen Alltag integrieren und auch mal zwischendurch ein paar Übungen einbauen, wenn die Zeit knapp ist. Außerdem sparst Du Zeit, weil die nicht für den Weg zum Fitnessstudio drauf geht.

Das solltest Du bedenken, wenn Du zuhause trainierst

Zuhause trainieren ist nicht jedermanns Sache. Sich jedes Mal alleine aufzuraffen, erfordert ganz schön viel Disziplin. Trage Dir am besten feste Zeiten ein, zu denen Du aktiv sein willst, und zu denen Du auch nicht erreichbar bist. Während eines Yoga-Kurses würdest Du ja auch nicht ans Telefon gehen. Das Gute an der Planung ist: Du hältst Dir nicht nur die Zeit frei, sondern wirst in Deinem Kalender auch regelmäßig daran erinnert, dass mal wieder Action angesagt ist.

Beim Workout selbst besteht natürlich die Gefahr, dass Du Dir eher mal ein Päuschen gönnst, als Du es im Studio tun würdest. Dranzubleiben ist auf jeden Fall einfacher, wenn ein realer Trainer die Ansagen macht und Du rechts und links neben Dir siehst, dass alle die Zähne zusammenbeißen.

 

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Was leider komplett fehlt – und das ist wohl das größte Manko von Video-Workouts –, sind Korrekturen durch den Trainer. Gute Trainingsvideos zeigen Dir zwar ziemlich genau, wie Du die Übungen korrekt ausführst, und sagen an, wie viele Wiederholungen Du von was machen sollst. Wenn Du aber zuvor selten Kurse besucht hast, kannst Du mit manchen Anweisungen nicht viel anfangen, und wenn Du nicht gerade vor einem Spiegel trainierst, siehst Du auch nicht, was Du falsch machst. Die Fehlerquote ist also relativ hoch, und damit steigt leider auch die Verletzungsgefahr.

Da die Kontrolle durch Trainer fehlt, sind die Online-Workouts für Einsteiger nicht geeignet. Wenn Du eher zu den Fortgeschrittenen zählst, ist diese Art von Training aber eine super Möglichkeit, um Sport einfacher in den Alltag zu integrieren!

 

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