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Wo bleiben die „Likes“?

detail-demoJeder Mensch sehnt sich nach Anerkennung. Das ist völlig normal und gehört zu einem gesunden Sozialverhalten. Anderen gefallen zu wollen, sorgt schließlich dafür, dass man sich in ein Gemeinschaftsgefüge einpasst und andere Menschen nicht verletzt. Doch gerade in Zeiten sozialer Netzwerke verfallen manche der Sucht nach Likes. Wie bitte? Sowas gibt es? Ja, durchaus – und es ist ein ernstzunehmendes Problem.




Virtuelle Anerkennung
detail-demoIm psychologischen Bereich spricht man vom „craving“: Dem starken & mitunter sehnsüchtigen Verlangen nach positiver Stimulation. Gefällt uns etwas, wird das Belohnungszentrum im Gehirn aktiviert und Glückshormone werden freigesetzt. Ob Alkohol, Tabak, Drogen oder eben soziale Anerkennung, süchtig machen können viele Dinge.

Die Bestätigung in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter, Instagram, YouTube & Co. ist dabei noch ein recht neues Phänomen. Trotzdem gibt es Menschen, die süchtig nach Likes, Followern und Favos sind. Ihr seid den Klassikern sicher auch schon begegnet: „Ich like deine letzten 5 Bilder, wenn du meine letzten 5 Bilder likest“, heißt es dann zum Beispiel.

Follow für Follow?
Wie bei jedem Suchtverhalten beginnt die Abhängigkeit oft schleichend. Man freut sich über viele „Herzchen“ unter dem neuen Selfie oder den neuen Abonnenten auf YouTube. Doch irgendwann müssen es immer höhere Dosen sein. „Warum bekomme ich nie mehr als 10 Retweets? Nie mehr als 20? Nie mehr als 50?“

Gerade junge Menschen, die viel in sozialen Netzwerken unterwegs sind, sehnen sich oft nach Anerkennung von außen. In extremen Fällen kreieren sie ein regelrecht Instagram-gefiltertes Bild von sich selbst, um einer anonymen Masse im Netz zu gefallen. Und das ist nicht gerade gesund. Denn was, wenn der Online-Erfolg plötzlich ausbleibt? Dann drohen schwere Selbstzweifel und in schlimmen Fällen sogar ernsthafte psychologische Konsequenzen, wie z.B. eine Depression.

Mit den Füßen im Reallife
detail-demoIst es erst einmal so weit gekommen, hilft oft nur der totale Verzicht. Weg mit den Social-Apps auf dem Smartphone und weg mit den Accounts bei Facebook & Co. Gelingt einem das nicht alleine, braucht man sich überhaupt nicht schlecht fühlen, Hilfe beim Experten zu suchen. Online- oder Like-Sucht ist nämlich auch eine Sucht, die man mithilfe einer Therapie überwinden kann.




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