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Welche Smartphone-Krankheiten gibt es wirklich?

Nackenschmerzen? Vielleicht mal das Handy wegpacken!

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Von zu viel Fernsehen bekommst du viereckige Augen! Na, kommt euch das bekannt vor? Wenn’s um Technik geht, wird ja oft der Teufel an die Wand gemalt. Eine Volkskrankheit breitet sich allerdings tatsächlich aus: Nacken- und Rückenschmerzen durchs ständige Starren auf das Smartphone. Der dauernde Blick nach unten wird zur kann nämlich verschiedene Symptome verursachen: Schmerzen im Nacken, Ziehen in den Armen und Händen und Kopfweh.

Wie kommt das?
detail-demoDer Durchschnitts-Kopf wiegt ungefähr 4 bis 5 Kilo und wird durch die Muskeln an Nacken und Schultern quasi „in Position“ gehalten. Das fällt den Muskeln am einfachsten, wenn man geradeaus schaut. Sobald man den Kopf senkt, zerrt mehr Gewicht an den Muskeln und Halswirbeln: Schon bei nur 30° Senkung (also wenn man ganz normal aufs Handy sieht) erhöht sich das zu tragende Gewicht auf bis zu 18 Kilo! Das da irgendwann Schmerzen und Verspannungen auftauchen, kann man sich gut vorstellen.

Einige Chiropraktiker (sie behandeln Gelenke, besonders an der Wirbelsäule, um deren Beweglichkeit wiederherzustellen), behaupten, dass die Nutzung von Smartphones das Leben verkürzt. Und nein, nicht wegen der Strahlung, sondern wegen der Gefahr des Rundrückens, der nach jahrelangem gesenktem Blick entstehen kann. Der verursacht wiederum Probleme bei der Atmung, und dann können auch Lunge und Herz nicht richtig arbeiten. Das kann man allerdings unter Panikmache einordnen: Selbst Dauer- Smartphone-Nutzer haben nach Einschätzung von Ärzten kein kürzeres Leben zu befürchten.

Die naheliegendste Lösung für die Beschwerden ist also eigentlich offensichtlich: Handy weglegen! Ganz ehrlich: Das ist wirklich nicht alltagstauglich. Wer nicht ein paar Stunden aufs Handy verzichten kann oder möchte, sollte es halten, wie beim Essen. Nicht mit dem Mund zur Gabel, sondern mit der Gabel zum Mund 😉 Heißt: Das Smartphone etwas höher halten, damit der Kopf nicht mehr ständig nach unten gesenkt wird. Und ja, das geht auch ohne auszusehen, als würde man ständig sein Gegenüber in der S-Bahn fotografieren wollen. Doktor Johannes hat noch ein paar zusätzliche Tipps, um die Nackenstarre beim WhatsAppen zu vermeiden:

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