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Vorsicht: Zucker versteckt sich überall!

Dass Schokolade, Limo und Eis ganz schöne Zuckerbomben sind, wissen wir alle. Aber auch in Pikantem wie Wurst, Käse und Grillsoßen ist Zucker enthalten. Und zwar nicht zu knapp. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor übermäßigem Zuckerkonsum. Wir verraten Dir, wo all der Zucker versteckt ist, und wie du Deinen Zuckerkonsum einschränken kannst.

 

Sugar

 
Wie viel Zucker ist in Ordnung?

Zucker ist zwar ein wichtiger Energielieferant, aber zu viel Zucker schadet uns. Erst einmal leiden die Zähne darunter, sie neigen zu Karies. Wer dem Körper in Form von Zucker außerdem jede Menge Energie zuführt, sie aber nicht durch Bewegung wieder verbraucht, bringt nicht nur schnell mal zu viele Kilos auf die Waage, sondern erhöht auch das Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Krankheiten.

Weil weltweit immer mehr Menschen unter Adipositas, Diabetes und Herz-Kreislauf-Krankheiten leiden, hat die WHO die Empfehlungen für den täglichen Zuckerverzehr dieses Jahr (2015) deutlich gesenkt.

Nur noch fünf Prozent der Kalorien, die wir täglich essen und trinken, sollen wir über Zucker zu uns nehmen. Bei etwa 2.000 Kilokalorien sind das 25 Gramm Zucker pro Tag, also sechs Teelöffel voll. Die Realität sieht aber leider so aus, dass jeder Deutsche täglich etwa 100 Gramm Zucker zu sich nimmt - also fast viermal so viel.

 

Background of colourful sugar-coated chocolate smarties in the colours of the rainbow or spectrum

 
Wo versteckt sich all der Zucker?

Sechs Teelöffel voll. Das könnte man ja gut zählen, wenn man den Zucker nur überall selbst reinmischen würde. Leider ist aber in den meisten verarbeiteten Lebensmitteln und Getränken schon Zucker enthalten. Und zwar auch in solchen, bei denen man es gar nicht erwarten würde. In einem Esslöffel Ketchup beispielsweise ist ein ganzer Teelöffel Zucker enthalten, also ein Sechstel der empfohlenen Tagesmenge!

Zucker hält uns beim Essen bei Laune. Er ist ein Geschmacksträger – und was lecker schmeckt, wird auch wieder gekauft. Das Problem ist, dass Zucker regelrecht süchtig macht. Darum ist es auch so schwer, nur ein paar Gummibärchen zu essen. Man möchte immer gleich die ganze Packung! Je mehr Zucker wir aber zu uns nehmen, desto eher gewöhnen wir uns an den Geschmack und wollen alles nachsüßen.

Nicht aller Zucker ist aber von der Industrie „untergejubelt“. Viele Produkte haben’s von Natur aus ganz schön in sich. Ein Glas Orangensaft enthält in etwa soviel Zucker wie ein Glas Limonade. Smoothies und Fruchtriegel sind durch den vielen Fruchtzucker auch ganz schöne Zuckerbomben. Aber beim Obst drückt selbst die WHO ein Auge zu, denn da überwiegen einfach die gesunden Inhaltsstoffe.

 

Blueberry smoothie

 
So kannst Du Zucker vermeiden

Klar, den offensichtlichen Süßkram kann man vermeiden, indem man sich selbst auf die Finger klopft. Schwieriger wird es aber mit dem versteckten Zucker. Wenn Du möglichst wenige fertig verarbeitete Lebensmittel kaufst und Soßen, Dressings, Smoothies, Fruchtjoghurt oder Müsli selbst anmischst, bist Du auf der sicheren Seite. Dann weißt Du, was drin ist, und tappst nicht unwissentlich in die Zucker-Falle.

Hier und da wirst Du auch um verarbeitete Produkte nicht herum kommen. Dann lohnt ein Blick auf die Nährwerttabelle. Da gilt: Was ganz oben steht, ist in dem Produkt am meisten enthalten. Wenn Zucker also gleich am Anfang mit dabei ist: Aufgepasst!

Aber jetzt wird’s knifflig, denn Zucker ist nicht nur als „Zucker“ oder „Fruchtzucker“ aufgelistet. Er verbirgt sich auch hinter Zutaten wie Saccharose, Dextrose, Glucose, Laktose, Maltose, Süßmolkenpulver, Fruchtpüree... das ist eine ganz schön lange Liste. Eine Faustregel ist: Alles was die Endung "-ose" oder „-zucker“ hat, lässt auf ein Süßungsmittel schließen. Die Verbraucherzentrale Bayern hat eine App entwickelt, mit der Du ganz leicht herausfinden kannst, welche Zuckerarten sich im Kleingedruckten verbergen (für iPhone und für Android ).

Der gesamte Zuckergehalt kann sich also aus verschiedenen süßenden Zutaten zusammensetzen. Die tauchen dann zwar weiter unten in der Nährwerttabelle auf, aber wenn man sie zusammenrechnet, ist der Zuckergehalt insgesamt dann doch ziemlich hoch. Da wird also ganz schön viel getrickst!

 
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