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Mit diesen fünf Ernährungsmythen ist jetzt Schluss!

Wer abnehmen will, ist mit Light-Produkten gut bedient, Tiefkühlgemüse hat durch die Kälte viele Nährstoffe eingebüßt, und alles Fett macht krank. Bestimmt kennst Du auch einige solcher Ernährungsmythen, von denen Du nie so recht wusstest, ob sie nun stimmen oder nicht. Wir bringen Licht ins Dunkel:

Light-Produkte lassen die Pfunde schmelzen

Light-Produkte haben zwar weniger Fett, aber das heißt noch lange nicht, dass man dann auch gleich abnimmt. Denn Light-Produkte verführen oft dazu, mehr zu essen. Weil sie fettreduziert sind, knurrt der Magen schneller wieder. Aber auch unser Kopf schlägt uns ein Schnippchen: Weil das Essen ja „light“ ist, denken wir, wir können uns ruhig auch ein bisschen mehr gönnen.

Mal abgesehen davon kommt ein Light-Käse auch geschmacklich neben einem cremigen, aromatischen, normal fetten Käse etwas blass daher. Bei fettarmen Produkten wird das Weniger an Geschmack oft mit Zucker und Süßstoffen ausgeglichen, was unterm Strich für viele Kalorien sorgt und nicht besonders gesund ist.

 
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Fett ist gleich Fett

Darauf zu achten, dass man nicht zuviel Fettiges ist, ist auf jeden Fall gut. Aber man sollte Fett nicht komplett ausklammern. Der Körper braucht Fett, etwa um Vitamine zu binden und richtig verwerten zu können, aber auch für den Zellstoffwechsel und als Energiequelle. Es gibt aber große Unterschiede beim Fett, es gibt nämlich gute und schlechte Fette.

Schlechte Fette sind aus sogenannten gesättigten Fettsäuren aufgebaut, wie sie in Fleisch, Wurst und fettreichen Milchprodukten vorhanden sind. Noch schlechter sind sogenannte Transfettsäuren, wie sie in Pommes oder Chips enthalten sind. Aber keine Sorge: Hier und da mal ein Burger macht gar nichts! Doch wenn man zu viel von diesen schlechten Fetten isst, kann das auf längere Sicht zu ernsthaften Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen.

Einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind hingegen sogar sehr gut für unseren Körper. Wir brauchen sie für den Stoffwechsel und den Aufbau unserer Zellen. Viel von den guten Fetten steckt z.B. in Olivenöl, Nüssen, Avocado und Lachs.

 

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Frisches ist besser als Tiefgekühltes

Tiefgekühltes hat zu Unrecht ein schlechtes Image. Natürlich ist es am besten, wenn man Gemüse und Obst dann isst, wenn es frisch ist und Saison hat. Aber wenn nun mal gerade keine Erdbeersaison ist, man aber Lust auf einen selbstgemachten Erdbeer-Shake hat, ist das doch eine gesunde Bereicherung.

Es ist auch nicht richtig, dass tiefgefrorenes Gemüse und Obst durch die Kälte seine ganzen Nährstoffe eingebüßt hat. Im Gegenteil: Oft haben Tiefkühlprodukte sogar mehr Nährstoffe als die Kollegen aus dem Regal. Es wird nämlich gleich nach der Ernte schockgefroren, was den Vitaminen nichts ausmacht – sie bleiben dadurch länger erhalten.

Gemüse im Supermarkt hat darüber hinaus nicht selten eine lange Reise hinter sich und wird zum Teil unreif geerntet um unbeschadet ans Ziel zu kommen. Auf dem Weg, im Supermarkt und in unserer Obstschale liegt es also recht lange. Und je länger es lagert, desto mehr Vitamine gehen dabei verloren.

 

Charcoal grill with vegetable-chicken skewers

 
Sind Bio-Produkte gesünder?

Was die Nährstoffe betrifft, sind Bio-Produkte nicht generell gesünder als konventionelle Produkte. Klar ist aber: In Bio stecken weniger bedenkliche Stoffe. Denn was den Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln (Pestizide) im Obst- und Gemüseanbau und den Einsatz von Antibiotika in der Tierzucht angeht, gibt es große Unterschiede zwischen Bio-Lebensmitteln und konventioneller Ware.

Das jährliche Ökomonitoring des Landes Baden-Württemberg hat 2014 erneut bestätigt, dass konventionelles Gemüse mehr Pestizidrückstände aufweist als Öko-Gemüse – und zwar rund 320-mal soviel! Über die Hälfte der Bio-Proben war frei von Rückständen, und wo es Rückstände gab, waren diese sehr gering. Es ist zwar noch nicht alles darüber bekannt, welche Gefahr für uns Menschen von den Substanzen ausgeht, aber wem da mulmig wird, der macht mit Bio-Ware den deutlich besseren Deal.

Auch beim Fleischkauf gilt: Bei konventioneller Tierhaltung kommen mehr Antibiotika zum Einsatz, die in Spuren dann auch in unserem Körper landen. Bei Bio-Fleisch hat man das nicht zu befürchten, da dort nur in seltenen Fällen Antibiotika zum Einsatz kommen. In Deutschland gibt es aber auch für konventionelle Ware Höchstwerte für die Rückstände von Antibiotika. Wenn Du den Kontrollen aber nicht traust oder Dir die Grenzwerte nicht ganz geheuer sind, greifst Du besser zur Bio-Ware.

Mia & Lars räumen an dieser Stelle auch mit ein paar Ernährungsmythen auf:
 

 
Vegetarier und Veganer leben gesünder als Fleisch-Esser

Eine fleischlose Ernährung bringt viel Gutes mit sich. Wer Fleisch meidet, meidet auch gesättigte Fette, von denen man ja nicht zu viel essen sollte. So leiden Vegetarier seltener an Bluthochdruck oder einem zu hohen Cholesterinspiegel.

Eine Ernährung ohne Fleisch ist aber auch nur dann gesund, wenn sie ausgewogen ist. Nährstoffe wie beispielsweise wichtiges Eiweiß muss man aber keineswegs in Form von Fleisch zu sich nehmen. Vegetarier und Veganer können ihren Bedarf mit Alternativen wie Soja oder Hülsenfrüchte gut decken.

Da eine fleischlose Ernährung aber vor allem für die Tiere und unsere Umwelt gut ist, sind auch Fleischesser gut beraten, wenn sie sich ein wenig beschränken – etwa nur zwei Mal pro Woche Fleisch essen. Ob mit oder ohne Fleisch: Am wichtigsten ist es, auf eine ausgewogene Ernährung und Abwechslung zu achten, damit auch von allen Nährstoffen was dabei ist und keine Mängel entstehen.

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