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Essstörungen – Wenn Ernährung uns krank macht

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Neben den glatt gebügelten Bildern von Models und Stars, die perfekt lächelnd die neusten Produkte bewerben, kann das eigene Bewusstsein schnell mal ins Wanken geraten. Erst recht, wenn im Freundeskreis über Modetrends gesprochen wird, für die man aber zwei Nummern zu „dick“ ist. Essstörungen sind in unserer heutigen Zeit der Magermodels und der Size-Zero-Kleidung aktueller denn je. Egal um welche Formen der Störung es sich dabei handelt, sie sind alle ernstzunehmende psychosomatische Erkrankungen. Professionelle Hilfe, aber auch die Aufmerksamkeit aus dem Freundes- und Familienkreis sind wichtig, um den Betroffenen aus einer gefährlichen Spirale zu helfen.

Magersucht – Anorexia Nervosa
detail-demoBilder von jungen Frauen, die so dünn sind, dass man überall die Knochen sieht, kennt man nicht nur aus Beiträgen über Magersucht. Gerade in der Modewelt werden sie leider häufig als Stars gefeiert und für ihr Aussehen bewundert.
Typisch für Anorexia Nervosa ist ein krankhafte Bedürfnis, immer mehr Gewicht zu verlieren – häufig bis zu einer lebensgefährlichen Unterernährung. Gleichzeitig haben Magersüchtige große Angst davor, zuzunehmen.

Bulimie - Bulimia Nervosa

Hierbei handelt es sich um ein unkontrolliertes Verlangen nach Essen jeglicher Art. Anschließend wird der Magen entleert - meist durch Erbrechen. Deswegen wird diese Erkrankung auch Ess-Brech-Sucht genannt.

Essattacken – Binge Eating

detail-demoGanz ähnlich wie bei der Bulimie ist ein unkontrolliertes Verlangen nach Essen typisch für diese Erkrankung. Allerdings wird im Nachhinein kein Erbrechen herbeigeführt. Aufgrund dieser Essattacken haben Betroffene häufig mit Übergewicht zu kämpfen.

Fettleibigkeit – Adipositas

Genau genommen handelt es sich hier nicht um eine Essstörung. Adipositas äußert sich durch starkes Übergewicht und der Schwierigkeit, das eigene Essverhalten zu kontrollieren. Sie entsteht durch übermäßige Kalorienzufuhr durch falsche und fettreiche Lebensmittel.

Was Essstörungen sind und welche Formen es gibt, fasst Doktor Johannes hier nochmal für Euch zusammen:

Betroffene reden die offensichtlichen Probleme häufig klein und reagieren gereizt, wenn man sie darauf anspricht. Wenn Ihr in Eurem Freundeskreis jemanden bemerkt, der davon betroffen sein könnte, dann sprecht ihn/sie unter vier Augen an. Erzählt ihm/ihr von Euren Befürchtungen, vermeidet es aber, Vorwürfe zu machen. Wichtig ist auch, in der folgenden Zeit nicht überfürsorglich zu werden und die betroffene Person ständig zum Essen überreden zu wollen oder zur Rede zu stellen. Bleibt mit der Person in Kontakt, zeigt Interesse an den Problemen und hört zu. Versucht die Person dazu zu bringen, professionelle Hilfe zu suchen und unterstützt ihn/sie während der Therapie.

Essstörungen sind ein ernstes Thema und sollten deswegen sensibel behandelt werden. Es gibt einige Organisationen, an die man sich bei Fragen oder wenn man Hilfe braucht wenden kann:

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat ein Beratungstelefon: 0221 89 20 31

Auf der Website gibt es zusätzliches Infomaterial und Adressen, sowie weitere Telefonnummern, an die man sich bei Bedarf wenden kann: BZgA

Das #wireinander Team hat in München Beatrix besucht, die über ihre Erfahrungen mit Essstörungen berichtet hat. Vor Ort bietet das Münchner Therapienetz Essstörung neben telefonischer Beratung auch eMail- und Chatangebote für Betroffene aus ganz Deutschland: TNESS

Beatrix' #wireinander Video könnt Ihr Euch hier ansehen:

Mehr Infos:

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