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Insektenstiche - wie nervig!

mosquitos

Jedes Mal die gleiche Unterhaltung an warmen Sommerabenden: "Schön ist das ... Aber die Mücken sind doch dieses Jahr echt mehr als sonst, oder?" - "Glaub ich auch. Mich fressen die ja regelrecht auf! Hab bestimmt süßes Blut ... diese Mistviecher!“

Aber bevorzugen Mücken tatsächlich bestimmte Opfer? Und lassen sich Zecken von Ästen fallen, um dann zuzubeißen? Hier sind ein paar Tipps und Facts, mit denen Ihr den Sommer entspannt und möglichst ohne fiese Bisse und Stiche übersteht:

  • Es gibt zwei Hauptarten von Übeltätern – manche Insekten stechen oder beißen aus Notwehr, also wenn sie sich bedroht fühlen. Dazu gehören Wespen, Bienen oder Hummeln. Andere haben nur ein Ziel: Blut saugen. Bremsen, Mücken und Zecken zum Beispiel ernähren sich teilweise vom Blut anderer Lebewesen.
  • Wespen beim Bäcker sind kein Zufall: Viele Insekten lieben Süßes und machen sich auf Streuselschnecke und Co. breit. Deswegen immer zweimal hinschauen, bevor Ihr in den Kuchen beißt! Eure Getränke solltet Ihr auch immer abdecken oder verschließen, Ihr wollt ja bestimmt keine Wespe verschlucken.
  • Mücken fühlen sich in der Nähe von Wasser ziemlich wohl. Zum Picknick am See solltet Ihr deswegen auch ein Anti-Mücken-Spray einpacken. Besonders gut funktionieren die Sprays mit dem Wirkstoff DEET oder Icaridin, schaut Euch die Inhaltsstoffe also genau an.
  • Die Vorliebe der Mücken für süßes Blut ist Quatsch – der Zuckergehalt im Blut spielt keine Rolle für die Wahl ihrer Opfer.
  • Zuhause heißt es dann Fenster zu, Licht an! Oder umgekehrt =) Insekten werden von Lichtquellen geradezu magisch angezogen.
  • Falls es Euch doch erwischt hat: Solange Ihr nicht allergisch seid, sind die meisten Insektenstiche bis auf den nervigen Juckreiz harmlos. Versucht aber nicht zu kratzen, denn das kann zu Entzündungen führen.

The Castor Bean Tick (Ixodes ricinus)

  • Zecken tummeln sich gerne auf Wiesen im hohen Gras und warten auf das nächste vorbeilaufende Paar Beine. Dass sie sich von Ästen auf ihre Opfer runterfallen lassen, ist ein Mythos – lange Kleidung, Socken und Schuhe bieten einen gewissen Schutz vor den Spinnentieren.
  • Wenn Euch eine Zecke gebissen hat, solltet Ihr besonders vorsichtig sein. Die kleinen Biester können nämlich Borreliose oder FSME übertragen, eine gefährliche Hirnhautentzündung. Gegen FSME könnt Ihr Euch übrigens impfen lassen, wenn Ihr Euch in einem Risikogebiet aufhaltet: http://www.tk.de/tk/35846. Gegen Borreliose gibt es jedoch keinen Impfschutz. Borreliose tritt weit häufiger auf als FSME: In Norddeutschland ist etwa jede zehnte, in Mittel- und Süddeutschland jede dritte Zecke mit dem Erreger infiziert. Wenn man die Zecke rechtzeitig aus der Haut entfernt, ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass man sich mit Borreliose infiziert. Die Erreger gelangen nämlich erst nach ungefähr 24 Stunden von der Zecke in den Körper.
  • Klebstoff auf die Zecke, um sie zu ersticken? Das galt früher als prima Tipp, ist aber das Gegenteil von gut. Dadurch können Erreger aus dem Darm der Tiere leichter in Euren Blutkreislauf gelangen! Am besten geht kauft Ihr in der Apotheke eine Zeckenkarte, mit der Ihr den Blutsauger vorsichtig entfernen könnt.
  • Um auf Nummer sicher zu gehen und eine Infektion auszuschließen solltet Ihr nach einem Zeckenbiss zum Arzt gehen.
  • Lasst Euch vor Fernreisen unbedingt über die Insekten vor Ort aufklären – gerade in tropischen Regionen übertragen sie oft gefährliche Krankheiten wie Malaria oder das Dengue-Fieber. Die passende Beratung für Eure Auslandsreise findet Ihr hier: http://www.tk.de/tk/148516

Wie Ihr Insektenstiche vermeiden könnt, zeigen Euch Mia und Lars:

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