#WIREINANDER

Gluten-Unverträglichkeit: Nie wieder Pizza?

Italian pizza

Stulle, Schnitte, Bemme oder eben einfach Butterbrot – unser Standard-Pausensnack hat viele Namen. Rund 1,8 Millionen Tonnen Brot konsumieren die Deutschen im Jahr! Doch einigen Menschen schlagen nicht nur Backwaren, sondern auch Pizza und Pasta auf den Magen. Der Grund: Weizen, Roggen und Dinkel können zu Übelkeit, Blähungen, Durchfall und Appetitlosigkeit führen – und zwar dann, wenn man unter einer Gluten-Unverträglichkeit leidet. Gluten ist ein Klebereiweiß, das in vielen traditionellen Getreidesorten enthalten ist. Schätzungen zufolge vertragen etwa fünf bis sieben Prozent der Bevölkerung diesen Stoff nicht – manche Studien sagen sogar, jeder Vierte sei betroffen. Darum findet sich auf immer mehr Lebensmitteln der Hinweis „glutenfrei“.

 Different types of bread

Wann muss ich auf Gluten verzichten?

Die Folgen einer Gluten-Unverträglichkeit sind sehr unterschiedlich. Der Extremfall ist die sogenannte Zöliakie, bei der das Klebereiweiß die Dünndarm-Schleimhaut angreift. Auf lange Sicht führt die seltene Autoimmunerkrankung dazu, dass der Körper viele Nährstoffe schlichtweg nicht mehr aufnehmen kann. Wer unter Zöliakie leidet, muss Gluten ein Leben lang strikt meiden, denn bislang ist die Erkrankung unheilbar.

Du solltest Deine Ernährung auch dann umstellen, wenn Du eine klassische Weizen-Allergie hast. Glutenhaltige Lebensmittel rufen dann meist Magen-Darm-Beschwerden hervor. Und der Mehlstaub kann Asthma auslösen oder Ekzeme hervorrufen.

Weitaus harmloser ist die „normale“ Gluten-Unverträglichkeit, oft auch Weizen-Sensitivität genannt. In diesem Fall musst Du nicht komplett auf Getreide verzichten. Allerdings solltest Du weniger glutenhaltige Lebensmittel essen.

Wie finde ich heraus, ob ich betroffen bin?

Unter einer Zöliakie leidet nur ein Prozent der Bevölkerung. Mithilfe einer Darmspiegelung lässt sich das ziemlich sicher diagnostizieren. Auch eine Allergie kann ganz einfach festgestellt werden – zum Beispiel durch verschiedene Haut- und Blutuntersuchungen beim Allergologen, etwa mit einem Prick-Test. Eine Weizen-Sensitivität können Ärzte leider meist nur über das Ausschlussprinzip feststellen. Dabei verzichtet man einige Zeit auf glutenhaltige Lebensmittel und beobachtet, ob man sich besser fühlt.

Siehe auch:

Keine Kommentare vorhanden
Dein Kommentar